Bericht aus Tiroler Tageszeitung vom 6.12.2005
 300 Krampusse und fast siebenmal so viele Zuschauer – Die bösen Gesellen erfreuen die Massen -
Krampusse lassen Kassen klingeln - Fast 2000 Besucher ließen sich am Sonntag von 300 Krampussen in Strassen erschrecken. Glühwein und Kastanien erwärmten die Zuschauer.(Text und Foto von Sabine-Bodner).
Schon im Vorjahr wurden beim Krampusumzug in Strassen mehr Besucher gezählt, als das Dorf Einwohner hat. Und das Interesse nahm noch zu. „Heuer sind fast 2000 Besucher von überall her gekommen, um unseren Auftritt zu sehen“, freut sich Krampus und Kassaprüfer Martin Bodner im Brauchtumsverein Strassen. Aber auch die Anzahl der zotteligen Gesellen wird größer.
Reibungsloser Ablauf
„Nur fünf Jahre nach der Gründung unseres Brauchtumsvereins haben uns heuer andere Gruppen gefragt, ob sie bei uns laufen dürfen“, erzählt Vereinsvize Mario Bodner.Und so teufelten am Sonntagabend beinahe 300 der pelzigen Buben in 19 Gruppen aus Osttirol, Südtirol und Kärnten durch das tiefverschneite Dorf im Oberland.Verletzungen und Unfälle gab es, im Gegensatz zum Treiben in manch anderer Gemeinde im Bezirk, beim Lauf in Strassen nicht. Jedoch dürften beim Ansturm zum Spektakel einige Autofahrer auf die Straßenverkehrsordnung vergessen haben, denn auf der Hauptstraße parkten mehr als fünfzig Autos.
Teufel auf Tournee
Ein G’riss um die Strassener gibt es inzwischen in ganz Österreich. Klagenfurt, St. Pölten und Wieselburg luden den Brauchtumsverein zum wilden Treiben in ihre Stadt ein.Die Krampusse ziehen ein Massenpublikum an, versetzen die Zuschauer in gruseligen Schrecken und bringen den Veranstaltern ein beträchtliches Sümmchen ein: Mehr als 650 Liter Glühwein, etliche Flaschen Bier und 35 Kilogramm Kastanien konsumierte das Publikum beim Strassener Umzug. Das sind Mengen, die örtliche Wirtshäuser in einer Saison oft nicht verkaufen.„Wir bemühen uns sehr, möglichst alle Einladungen wahrzunehmen,“ versichert Martin Bodner.
Bald im Besenkammerl
Aufgrund von Terminüberschneidungen sei das oft nicht möglich, bedauert er. Teuflische Abende gestalten die Strassener noch bis zum zehnten Dezember. Danach verstummen die Glocken; Ruten, Felle und Larven verschwinden wieder in der Besenkammer.
Der Brauchtumsverein Strassen möchte sich recht herzlich bei allen aktiven Gruppen, die den Umzug zu etwas Besonderem gemacht haben, bedanken, und wir hoffen, dass wir uns im nächsten Jahr wieder in Strassen zu einem höllischen Umzug treffen werden.
Vielen Dank:
den vielen freiwilligen Helfern, der Gemeinde Strassen, der FF Strassen, der Polizei, Elektro Aichner, den Fotografen und der Presse, dem Nikolaus, seinen Engeln, dem Platzsprecher Bucher Arthur und dem sensationellen Publikum!!!
Fotoquellen:
Bodner Martin, Schönegger Karoline, Senfter Markus, Pramstaller Christian (Diogenes)
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