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Mi20.Mär

Nachruf Sr. M. Gemma Aßmayr

Am Fest des Hl. Josef - 19.3.2013 - legte Sr. Maria Gemma, als Notburga Agnes Aßmayr in Strassen geboren, nach längerer Krankheit ihr erfülltes Leben von 88 Jahren in die Hände ihres Schöpfers zurück.

Die Verstorbene wurde in der Mutterhauskirche in Innsbruck in schlichter Form aufgebahrt, dort feierte man am 22. März den Begräbnisgottesdienst. Sechs Priester, darunter Prälat Dr. Hermann Steidl von Heinfels und Msgr. Dr. Franz Mayr aus Strassen, zelebrierten das Requiem, dem die zahlreichen Mitschwestern und Verwandten mit passenden Gesängen und Texten eine besondere Note verliehen. Der Mutterhaus-Kaplan Adam Sroka würdigte das einfache, aber wertvolle Leben und Wirken der Heimgegangenen. Am frühen Nachmittag wurde sie im Gemeinschaftsgrab der Barmherzigen Schwestern auf dem städtischen Westfriedhof Innsbruck beigesetzt. Das Magnifikat, das hohe Loblied aller Christen auf das göttliche Wirken im Menschen, abwechselnd von Schwestern und übrigen Mitfeiernden gesungen, bildete den feierlichen Abschluss.

Schwester M. Gemma wurde 1925 als vorletztes von 13 Kindern zu Thurner in Strassen/Bichl geboren. Ihre einfache Kindheit und Jugend verbrachte sie zuerst auf dem Thurner Hof und ab 1938 zu Engeler, das ihr ältester Bruder Josef erworben hatte. Schon früh erwachte in ihr der Wunsch zur engeren Nachfolge Christi, zumal ihre älteste Schwester Marianna 1934 als Sr. M. Jakobina in den Orden der Barmherzigen Schwestern eingetreten war. 1949, im Alter von 24 Jahren, wählte auch sie diesen geistlichen Weg und legte 1951 ihre erste Profess ab. Nach ihrer Ausbildung zur Diplomkrankenschwester 1951-54 an der Klinik Innsbruck arbeitete sie dort die ersten zwei Berufsjahre, dann 28 Jahre im Bezirkskrankenhaus Lienz und von 1984 bis zu ihrer Pensionierung 1990 im Bezirksaltenheim Lienz. Es folgten noch fünf Jahre im Paulinum in Schwaz, wo sie sich liebevoll für die Heimschüler einsetzte. Ihre letzten Aufgaben erfüllte die nun 70-Jährige 1995-2005 im Sanatorium der Barmherzigen Schwestern an der Kettenbrücke u. a. beim Kaffeedienst.

Sr. M. Gemma war sehr heimatverbunden, was sich in den jährlich regelmäßigen Besuchen in Osttirol äußerte. Höhepunkt war die Feier ihres 50-jährigen Professjubiläums zu Mariä Himmelfahrt 2001 in Strassen. Ihre letzten Jahre, die gekennzeichnet waren von Krankheit und Schmerzen, verbrachte sie im Heim St. Vinzenz in Innsbruck. Still, mit viel Geduld und Dankbarkeit trug sie alles. Dennoch pflegte sie bis zum Schluss viele Kontakte, die von ihrer Beliebtheit zeugen. Zuletzt wurde sie im Hospiz bis zu ihrem Heimgang liebevoll gepflegt.

Nun hat sie ihr Lebensziel erreicht, sie möge geborgen sein in der Liebe Gottes. KS