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Do09.Sep

VD Alfred Schett ist 60

Bericht aus dem OB vom 9.9.2010

Früher spielte der amtierende Schulleiter von Außervillgraten bei Rapid Lienz in der Nationalliga und sorgte mit den "Drauspatzen" für gute Stimmung bei Hochzeiten und Ballveranstaltungen. Heute ist er als Dauerläufer auf einsamen Wegen, als Radler mit einem großen Aktionsradius und als begeisterter Tourengeher unterwegs.

Er kam als drittes Kind des Volksschuldirektors Karl Schett und dessen Frau Maria zur Welt. Die ersten drei Lebensjahre verbrachte er in St. Veit i. D., dann übersiedelte die Familie nach Strassen, wo der Vater in gleicher beruflicher Verwendung tätig war und überdies noch den Organistendienst versah. Zu den Geschwistern Maria und Karl kamen noch Walter und Margaretha dazu. Nach fünf Jahren Volksschule führte sein Weg ins Paulinum, und dort entdeckte er für sich gleich einmal die besonderen Möglichkeiten in Sport und Musik. Beim damals angesehenen Paulinumchor sang er die Sopransoli, und er konnte auch Klavier erlernen. Ebenso fand sein sportliches Talent Beachtung.

Nach der Matura ging es an die PäDAK, um sich als Volksschullehrer ausbilden zu lassen. Danach trat er den Dienst an der VS Sillian an, wurde aber bald einmal an die Hauptschule überstellt. Er erwarb die Lehrbefähigung für Deutsch, Musikerziehung und Geschichte und musste zu diesem Zwecke mehrere Jahre einmal pro Woche nach Innsbruck zur Prüfungs-vorbereitung fahren. Zudem ließ er sich noch als Religionslehrer ausbilden.

In diesen ziemlich stressigen Jahren war er Stammspieler bei Rapid Lienz, das sich damals in der 2. Division recht erfolgreich behauptete. Als kompromissloser Außenverteidiger war er bei den Gegnern geradezu gefürchtet. Weitere Freizeit beanspruchten seine Dienste als Gitarrist und Harmonikaspieler bei der bereits genannten Tanzkapelle. 1977 übernahm er auch noch den Kirchenchor Strassen und verschaffte sich in einem zweijährigen Chorleiterkurs das nötige Rüstzeug. Dieses Amt versieht er bis zur Stunde mit Kompetenz, Konsequenz und Sorgfalt, zudem spielt er die Orgeln in den Kirchen seiner Wohngemeinde. Jahrzehntelang unterrichtete er im oberen Pustertal Gitarre, natürlich auch an seiner Lehranstalt, die inzwischen zur Musikhauptschule mutiert war.

Im Sportverein von Strassen war er Sektionsleiter verschiedener Disziplinen. 1978 ehelichte er die Sillianerin Elisabeth Grüner, eine begnadete Hobbysängerin, die ihm die Kinder Alexander, heute HL in Breitenbach, Ursula, Familienhelferin und Altenpflegerin, und Claudia, Krankenschwester, beide in Innsbruck, schenkte. 1983 bezog die Familie ein Eigenheim unweit des Elternhauses. Das Eheglück währte aber nur kurz: Die Frau erkrankte an der Lunge, erhoffte sich von einer Transplantation Heilung, die aber nicht von Dauer war. Sie verstarb 1998, und dieser Schicksalsschlag veränderte Alfred Schett nachhaltig. Als die Kinder in Nordtirol sesshaft geworden waren, suchte er sich nochmals eine neue berufliche Herausforderung und wechselte 2003 von der MHS Sillian in die Direktion der VS Außervillgraten. In überschaubarer Zeit wird er den Ruhestand antreten, dann hat er noch mehr Zeit für seine Kinder und Enkel und für die musischen und sportlichen Ambitionen.

Zum 60er beschenkte er sich selbst mit einem Gipfelsieg am Matterhorn am 2. September. Dem bescheidenen "Allrounder" noch viele beglückende musikalische Aufführungen, beeindruckende Bergerlebnisse und sportliche Erfolge! -lll

Geburtstagsfeier

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Der Jubilar ließ es sich nicht nehmen, seinen runden Geburtstag auch gebührend im Kreise seiner Familie, dem Kirchenchor Strassen und Freunden zu feiern. Dazu lud er am Vorabend (10. September) seines Jubeltages zu einer Feier ein. Er mietete sich im Kameradschaftsraum im Feuerwehrgebäude ein und bei voll gedeckten Tischen und bei guter Laune ging die Feierlichkeit über die Bühne.

Gemeindevorstand gratuliert

alfred schett 60 03Auch Bürgermeister Franz Webhofer sowie Vizebürgermeister Ing. Karl Mair und Gemeindevorstandsmitglied Wolfgang Wilhelmer stellten sich als Gratulanten ein, übermittelten die Glückwünsche der Gemeinde und sprachen den Dank der öffentlichkeit aus.