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Mi21.Apr

Bodner Maria - Kasperler Mutter verstorben

Knapp eine Woche später nach dem Ableben von Frau Notburga Bergmann wurde die älteste Gemeindebürgerin, die fast 101-jährige Kasperler Mutter Maria Bodner, die am 21. April daheim friedlich entschlief, zu Grabe getragen. Nach der Einsegnung im Heimathaus, eingestimmt durch die Lavanter Jagdhornbläser, bewegte sich der Trauerzug unter den Glockenklängen des "Heisinger Kirchls", in dem die Mutter so oft einkehrte, durch ihren trauten Ortsteil.

Als Priestermutter erhielt sie ein besonders feierliches Begräbnis mit sechs Pfarrern, darunter ihr geistlicher Sohn Stefan. Kirchenchor und Verwandte sorgten beim Requiem für passende Beiträge, Ortspfarrer Hansjörg Sailer als Hauptzelebrant hob vor allem die tiefe Religiosität der Kasperler Mutter hervor. Bgm. Vitus Monitzer von St. Veit dankte der Verstorbenen, dass sie zum Defregger Wirkungsort ihres Sohnes Stefan, dessen Schwester Klara auch dort Haushälterin ist, immer eine lebendige Beziehung hatte. Die anschließende Beerdigung auf dem Friedhof, umrahmt von Klängen der Bläsergruppe Strassen, leitete Dekan Mag. Reinhold Pitterle von St. Jakob.

Maria Bodner, geb. Jeller, kam 1909 als jüngeres der zwei Kinder von Johann und Kreszenz Jeller zur Welt. Als Erbin des Kasperler Gutes - ihre ältere Schwester Cilli heiratete nach Vierschach - ehelichte sie 1937 Alois Bodner, den zweitältesten Hattinger Sohn von Messensee. Doch ab 1940 musste sie Familie und Landwirtschaft fast allein führen, weil ihr Mann nach Kriegsdienst und russischer Gefangenschaft erst 1946 schwer gezeichnet heimkehrte. Nun konnte man sich gemeinsam den sechs Kindern und einem Ziehsohn widmen, die heute in wertvollen Gemeinschaftsberufen tätig sind und mit zwölf Enkeln und sechs Urenkeln der Uroma viel Freude bereiteten. Die Blumen in ihrem Garten, die sie gern dem Kirchenschmuck zur Verfügung stellte, waren neben harter Bauernarbeit ihr kleines Glück. Es gab bei Kasperler auch unvergessliche Feste, aus denen die Primiz des Sohnes Stefan 1967, das goldene Hochzeitsjubiläum 1987 und die Feier zu ihrem 100. Geburtstag am 6. Mai 2009 herausragten. Nun hat die Kasperler Mutter ihr langes Leben, in dem sie bis zuletzt daheim vor allem von Schwiegertochter Imelda und Sohn Alois aufopferungsvoll gepflegt wurde, vollendet; sie darf sich des ewigen Lebens freuen, um das sie zeitlebens so sehr gebetet hat. KS