Diese Seite drucken
Do15.Apr

Notburga Bergmann verstorben

Für Notburga Bergmann ging am 15. April im 94. Lebensjahr die irdische Zeit zu Ende. Als sechstes von zwölf Kindern 1916 zu Troger in Hintenburg geboren, erlebte sie nach dem 1. Weltkrieg eine entbehrungsreiche Kindheit. Im 2. Weltkrieg mussten sogar alle sechs Brüder ins furchtbare Völkerringen, wobei zwei fielen.

Nach dem Besuch der Volksschule Strassen und Haushaltungsschule in Lienz widmete sich die "Troger Burge", die ledig blieb, ganz dem elterlichen Hof. Mit Hingabe pflegte sie ihre Mutter und dann ihren Vater, der nach jahrelanger Blindheit 1965 starb. Den Großteil ihres Lebens unterstützte sie ihren Bruder Siegfried und dessen Familie auf dem Trogerhof. Seinen neun Kindern war sie fast eine zweite Mutter, in Haus und Feld arbeitete sie kräftig mit. Auch als "stille Familienhelferin" in anderen Haushalten zeigte sie ihre Tüchtigkeit und menschliche Güte; mit Gottvertrauen schaffte sie manches Schwere, ihre Größe offenbarte sich im Geben.KS

Als tüchtige Arbeiterin wollte sie niemandem zur Last fallen; so verbrachte sie die letzten Lebensjahre in Zufriedenheit und Dankbarkeit im Wohn- und Pflegeheim Sillian, wo zuletzt ihre Lebenskraft zu Ende ging. Im Haus ihrer 2004 vorausgegangenen älteren Schwester Anna wurde sie aufgebahrt und von zahlreichen Betern besucht. Viele gaben ihr auch beim Begräbnis, das von den Angehörigen und dem Kirchenchor würdig mitgestaltet wurde, die letzte Ehre. Ortspfarrer Mag. Hansjörg Sailer meinte in seiner Ansprache beim Requiem, dass Notburga, die anderen Menschen Geborgenheit schenkte, nun selber ewige Wohnung bei Gott gefunden hat.