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Fr30.Jan

Valtner Moidele zum 85-er

Am 30. Jänner 2009 feierte Maria Valtiner - Valtner Moidele - die Vollendung ihres 85-sten Lebensjahres. Zu diesem Anlass wurde sie von Bürgermeister Friedrich Wieser besucht und dieser überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde. Sie freute sich über den schönen Blumenstrauß und das Geburtstagsgeschenk.

maria valtiner 02Ihr Leben war geprägt von der Arbeit im elterlichen Hof (35 Jahre). 3 x war sie in der Klinik in Innsbruck als Stockmädchen. Nach ihrer Pensionierung war sie 13 Jahre Pfarrköchin in Tessenberg bei Pfarrer Innerhofer. "Dies war die schönste Zeit meines Lebens!" erinnert sich das Geburtstagkind frohen Mutes.

Sie erzählte auch von der kargen und schwierigen Kinderzeit mit 17 Geschwistern. Von der "Valtner Familie" leben noch 14 Kinder. Verstorben sind Josef, Philomena, Jakob und P. Alois.

Das Geburtstagkind ist noch so rüstig, dass sie den Haushalt alleine versorgen kann. Beim Gehen benötigt sie zwar zwei Gehstöcke, aber die anfallenden Arbeiten im Haus bewältigt sie großteils noch alleine. Die in Heising wohnenden Geschwister sind bei verschiedenen Besorgungsgängen behilflich.

Wir wünschen dem Geburtstagskind noch alles Gute, viel Gesundheit und viel Freude in ihrem geliebten Heising.

Gedicht von Jakob Valtiner zum 80 iger

Liebes Moidele!

Zu deinem 80. Wiegenfeste wünschen wir dir alles Beste.
Bleib gesund und weiterhin froh, wie die Maus im Haferstroh.
Iss und trink was dir gut schmeckt - meide aber weißen Speck.
Den kannst du ja zu Knödel schneiden, die brauchst du sicher nicht zu meiden.
Nun lassen wir das Essen sein und schwenken etwas anderes ein.
So schreibe ich nun etwas auf von deinem langen Lebenslauf.

Die Hörmer Mutter wird bestellt ein Kind zu bringen auf die Welt.
Mit Schmerz hat dich die Mutter geboren, der Name Maria wurde auserkoren.
Man hat dich bald zur Taufe gebracht, so zu einem Kind Gottes gemacht.
Die Freude der Eltern war ja groß, ein gesundes Kind auf Mutters Schoß.
Gar bald hast du mit deinen Geschwistern gespielt und so die erste Kindheit verbracht.

Immer die Zeit so schnell vergeht, du musstest bald zur Schule gehen.
8 Jahre Volksschule hast du genossen, mit Noten 1 bis 4 abgeschlossen.
Aber auf Noten hat der Vater nicht geschaut, wichtig war es - hat die Arbeit hingehaut?
So hast du nach der Schule fleißig geschafft und so den Eltern viel Freude gemacht.
Besonders der Mutter hast du geholfen bei den jüngeren Geschwistern die nachgekommen.
Fast 40 Jahre hast du zu Hause treu gedient, so hast du wohl Ehre und Dank verdient.
Ja Moidile, ich weiß es, schon viel hast du getan um Gottes Lohn.
Eines Tages hat man dich nicht mehr gebraucht, dann bist du einfach abgehaut.

In der Augenklinik warst du willkommen, dort hat man dich freudig aufgenommen.
8 Jahre hast du hier fleißig geschafft und hat dir auch manche Freude gebracht.
Die Zeit bleibt niemals stehen, du musstest in die Rente gehen.

Doch da kam ein Angebot daher, als Pfarrerköchin soll ich gehn nach Tessenberg zum Innerkofler Hannes.
Nach guter überlegung bist du gegangen, 13 Jahre hast du dem Pfarrer treu gedient.
Hast Bauernkost ihm stets serviert,Knödel, Krapfen und auch Fisch, sah er gerne auf dem Tisch.
Ein Glas Roten auch dabei, dann war der Pfarrer zum Dank bereit.
Es war eine schöne Zeit für dich, der Pfarrer war ja stolz auf dich.
Der gute Pfarrer lebt nicht mehr, der Widum leider ist nun leer.

Nun bist du wieder nach Hause gekommen und hast im netten Häuschen Wohnung genommen.
Wie ich weiß geht's dir recht gut, bist gesund, hast frohen Mut .
Bleib weiterhin gesund und munter, dann bringt dich nicht so schnell was unter.
Nun komme ich zum Schluss, doch etwas ich noch schreiben muss.

Liebes Moidile!

Wir wünschen dir, es möge dir im netten Heim, noch eine schöne Zeit der Gesundheit, des Friedens beschieden sein.

(Gedicht vom Bruder, Jakob Valtiner - Tischler, verstorben am 25.02.2006)