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Do01.Nov

Trinkwasserleitungsverlegung

Zur Versorgung des neuen Gewerbegebietes in Tassenbach Süd mit Trink- und Löschwasser war es erforderlich, die Gemeindewasserleitung von Hof bis nach Tassenbach - insgesamt rund 2,2 km - zu erweitern. Dafür hat der Gemeinderat einstimmig die Verlegungsarbeiten an die Firma Frey als Billigstbieter vergeben.

Aufgrund der günstigen Bodenberhältnisse in den Strasser Mösern hat sich Firma entschlossen, die Wasserleitung im sogenannten "Pflugverfahren" auf einer Länge von ca. 1,7 km zu verlegen. Die restliche Leitungsverlegung musste auf konventionelle Art ( Graben aufbaggern - Leitung verlegen- wieder auffüllen) durchgeführt werden, da viele Leitungen wie Stron- Telefon, Wasserleitungen , Kanalrohre usw. vorsichtig frei gelegt werden mussten. Die erforderlichen Schlauchrohre (Rollen mit je 400 m Länge) wurden mit Tefladern aus Dresden angeliefert.

Seilwinde

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Ein Spezialfahrzeug mit aufgebauter Seilwinde hat den Pflug mit 80 Tonnen Zugkraft gezogen. Das Zugseil hat eine Stärke von 6 cm. Um sich abzustützen wurde das hinten angebrachte ca. 2 x 2,5 Meter große Schild in den Boden gerammt. Ca 50 Meter konnte so der Pflug gezogen werden. Dann war es erforderlich, dass das Fahrzeug mit der Seilwinde wieder vorfährt und sich neu abstützt.

Der Pflug

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Der Pflug arbeitet im Verdrängungsverfahren. Er macht einen Schlitz bis zu 2 Metern Tiefe und im Nachzug wird das Wasserleitungsrohr (DN 135) auf eine Tiefe von 1,80 Metern sofort verlegt. Gleichzeitig wird das erforderliche Warnband ca 1 Meter oberhalb der Wasserleitung mitverlegt. Im Schrittempo wurde das Pflugfahrzeug von der Seilwinde gezogen. So war es möglich und erscheint es fast unglaublich, dass die Strecke von 1,7 km Länge in rund 5 Stunden fix und fertig verlegt war. Ein Raupenbagger hat dann den Schlitz noch angedrückt und so die Felder rekultiviert.

Rohrpressung

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Für die Wasserleitungsverlegung waren auch 3 Rohrpressungen erforderlich und zwar unterhalb des Tessenberger Baches, Querung der Bundesbahn östlich der Haltestelle Tassenbach sowie die Querung der Gailtal Bundesstraße 111 südlich des Forellenhofes.

Auch hier hat eine Spezialfirma Stahlrohre (Durchmesser 35 cm) verwendet und die Pressungen zur besten Zufriedenheit erledigt.