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Mo03.Jun

Lebenshilfe eröffnete Wohnhaus

Vor knapp einem Jahr hat die Osttiroler Lebenshilfe in der Wohnanlage Strassen zwei ebenerdige, nebeneinander liegende Wohnungen gemietet.

team lebenshilfe

 

Brigitte, Annelies, Betreuering Barbara Bodner und Herta (v.l.n.r.) haben sich im neuen Wohnhaus gut eingelebt.

 

Sechs behinderte Frauen und ein Mann haben dort ein neues Zuhause bekommen und werden von neun ausgebildeten Fachkräften rund um die Uhr betreut. Sie stammen aus den Gemeinden Abfaltersbach, Assling und Untertilliach. In der vor wenigen Jahren erbauten 27 Wohneinheiten umfassenden Siedlung leben knapp 80 Menschen. "Die anfänglichen Bedenken einiger Mitbewohner sind bald verflogen", freute sich BM Friedrich Wieser bei der Eröffnung am Samstag. Tagsüber arbeiten die behinderten Personen in der Werkstätte in Sillian und die übrige Zeit leben sie im Wohnhaus Strassen.

Gelungene Integration

Hanspeter Zobl, Präsident der Tiroler Lebenshilfe, lobte: "Das in dieser Wohnanlage entstandene Haus für Behinderte ist Integration im wahren Sinn des Wortes." Für Zobl ist das Sammeln von Spendengeldern wichtig, aber nicht ausreichend. Der Präsident: "Ich fordere alle Funktionäre und Mitbürger auf, die Lobbyarbeit für behinderte Menschen zu forcieren."

Die Lebenshilfe Osttirol hat fast 73.000 Euro in das Wohnheim in Strassen investiert. Die beiden insgesamt fast 200 Quadratmeter großen Wohnungen wurden von der Osttiroler Siedlungsgenossenschaft (OSG) behindertengerecht adaptiert und langfristig vermietet.

Neubau in Lienz

Das Nebeneinanderwohnen von Behinderten und Nichtbehinderten bewährt sich in Nordtirol schon seit einigen Jahren. Daher will die Lebenshilfe jetzt auch in Dsttirol diese Möglichkeiten nützen und so Heimplätze für ihre Schützlinge schaffen. "Die Suche nach geeigneten Objekten ist schwierig, aber nicht aussichtslos", glaubt Lebenshilfe-Mitarbeiterin Sonja Leiter.

Im Herbst wird die OSG in Lienz mit dem Bau eines Behindertenwohnhauses beginnen, das nach Fertigstellung im Sommer 2003 an die Lebenshilfe vermietet wird. Es entstehen Wohnungen und Betreuungseinrichtungen für neun Behinderte. Die Häuser in Sillian und Matrei sollen um je neun Heimplätze erweitert werden.