Erstkommunionfotos – wichtig für die Gemeinde-Chronik

Meist wird nach der kirchlichen Erstkommunionfeier auch ein Gruppenfoto aller Erstkommunion-Kinder mit dem Priester, der Religions- und Klassenlehrerin gemacht. Dieses Bild ist eines der ersten Fotos, auf dem die Kinder einer Schulstufe abgelichtet und so für die Nachwelt festgehalten sind. In Strassen gibt es etwa 70 Erstkommunionfotos, auf denen ein Großteil der heutigen Bewohner der Gemeinde im Kindesalter dargestellt ist. Eine Aufgabe dieses Beitrags ist es, das älteste Erstkommunion-Foto von Strassen zu finden und an dieser Stelle zu zeigen. Nun wollen wir an Hand von solchen Gruppenfotos, ausgehend von 2017, zurückschauen auf die Erstkommunion vergangener Jahre.

 

 

Erstkommunion am Weißen Sonntag, 23. April 2017                    (11 Kinder)

Personen von links nach rechts;

3. Reihe: Klassenlehrerin VD Kathrin Valtiner, Seelsorgeraum-Pfarrer Mag. Hansjörg  Sailer, Religionslehrerin Elisabeth Müller;

2. Reihe: Markus Moser (Groadner), Nele Bodner, Lorena Lusser, Viktoria Obererlacher, Tatjana Pircher (Bannholz), Niklas Walder;

1. Reihe: David Wieser (Tischlerei), Simone Kofler (Färber), Mathias Aichner(Oasler), Miriam Haszler, Roberta Valtiner.      Foto: Christian Walder

 

Erstkommunion am 4. Ostersonntag, 29. April 2007                     (12 Kinder)

Personen von links nach rechts;

3. Reihe: Religionslehrerin Elisabeth Kollreider, Seelsorgeraumpfarrer Mag. Hudson Lima Duarte;

2. Reihe: Dominik Kofler, Klemens Fürhapter, Jakob Weiler (Pius), Stephan Pichler, Rene Kofler, Manuel Aichner, Andreas Rauter;

1. Reihe: Manuela Valtiner, Verena Grünbacher (Stockbrugger), Anja Fuchs, Natalie Mitteregger, Manuel Kofler.   Foto: Karl Schett

 

Erstkommunion am Weißen Sonntag, 26. April 1987                    (13 Kinder)

Personen von links nach rechts;

3. Reihe: Tischmutter Theresia Weiler (Pius), Pfarrer Cons. Hermann Dobler;

2. Reihe: Peter Wurzer (Tassenbach), Markus Walder (Wastler), Adolf Bodner jun. (Forellenhof), Klaus Aichner, Peter Bodner (Brunner), Anton Steinwandter, Franz Moser (Groadner), Alfons Huber (Rader);

1. Reihe: Silvia Huber (Jandl), Marlies Pichler (Fuchser/Hof), Anita Aichner (Tassenbach), Magdalena Joas (Kofler), Helga Notdurfter. Foto: Karl Schett

 

 

Erstkommunion am Weißen Sonntag, 28. April 1957                  (23 Kinder)

Personen von links nach rechts;

3. Reihe: Thomas Bodner (Hattinger), Josef Mayr (Lienharter), Peter Bodner (Brunner), Anton Lusser (Thomiser), Werner Huber (Unterknapper), Georg Aßmayr (Engeler), Josef Walder (Schlosser);

2. Reihe: Herbert Scherer (Garbisland), Franz Aichner (Oasler), Agnes Huber (Knapper), Maria Wieser (Hörmer), Notburga Kassebacher (Huiber), Maria-Luise Walder (Trojer/Fronstadl), Waltraud Langs (Tankstelle), Alfons Moser (Fronholz), Heinrich Wilhelmer (Hofgartner);

1. Reihe: Agner Bodner (Bartler), Hermine Birschl (Egger), Maria Kassebacher (Huiber), Klara Bodner (Kasperler), Edith Bachlechner (Bach), Alberta Unterguggenberger (Schulhaus), Maria Maurer (Tassenbach). Pfarrer war damals Hermann Dobler.           Foto: Karl Oth

 

Erstkommunion zu Christi Himmelfahrt, 15. Mai 1947              (21 Kinder)

Personen von links nach rechts;

3. Reihe: Pfarrer Anton Libiseller (Pfarrer in Strassen 1946-1953), Walter Aichner (Oasler), Johann Walder (Martner), Josef Huber (Knapper), Franz Moser (Fronholz), Josef Aichner (Schmieder), Peter Köck (Rader/Bach), Johann Berger, Kooperator Ivan Tomazic (aus Laibach/Slowenien,Kooperator in Strassen 1945-1948);

2. Reihe: Alois Mayrl (Kaufmann), Johann Valtiner (Valtner), Johann Maurer (Tassenbach), Johann Huber (Rader/Heising), Josef Moser (Fronholz), Adolf Friesacher, Franz Huber (Sexter);

1. Reihe: Loise Amort (stehend), Hilda Mayr (Egger/Hof), Armella Wieser (Hörmer), Paula Webhofer (Kasperer), Maria Trojer (Strickenmacher), Frieda Gasser (Färber), Otti Werth (stehend).                                           Foto: Franz Fuchs (Krämer)

 

„Auf Wiedersehen im Himmel!“

Der slowenische Priester Ivan Tomazic aus Laibach kam nach Ende des 2. Weltkriegs im Nov. 1945 als Flüchtling nach Strassen und wurde hier unter Pfarrer Thomas Tembler als Hilfspriester bzw. Kooperator angestellt. Diesen Dienst setzte er dann unter dem nächsten Pfarrer Anton Libiseller (ab 1946) fort. Zu den Hauptaufgaben eines Kooperators zählte auch die Vorbereitung der Erstkommunionkinder, die Tomazic mit Hingabe erfüllte. So können sich noch einige des Erstkommunionjahrganges 1947 (Siehe oben!) erinnern, wie der Kooperator zu Beginn der Erstkommunionfeier zu den Erstkommunikanten sagte: „Jetzt kommt bald das Jesuskind!“

Als Tomazic im Dezember 1948 Strassen verließ, um nach Südamerika (Brasilien oder Argentinien) auszuwandern, verabschiedete er sich von den Schulkindern mit den Worten: „Auf Wiedersehen im Himmel!“ Die Schulklasse unter Lehrerin Hilda Trojer schrieb ihm später einen Brief nach Südamerika, auf den aber nie eine Antwort kam. Entweder war das Schreiben nicht bei Priester Tomazic angekommen oder sein Antwortbrief fand nicht den Weg nach Österreich oder mit dem Priester war in den unsicheren Nachkriegsjahren bei der Ausreise bzw. in Südamerika etwas Unvorhergesehenes passiert.

 

 

Erstkommunion am 6. Sonntag nach Ostern, 25. Mai 1941           (ca. 18 Kinder)

Personen von links nach rechts;

3. Reihe: Franz Troyer (Hanzer/Fronstadl);

2. Reihe: Jakob Weiler (Müller/Bach), Johann Aichner (Schmied/Bach), Franz Weiler (Galler), Alfred Webhofer (Kasperer), …………………………………, Peter Joas (Töniger), Josef Mayr (Schneider Seppele);

1. Reihe: Filomena Bodner (Pumperler), Marianne Grabher (bei Hafner angenommen), Karolina Gasser (Färber), Marianna Weiler (Niggeler), Maria Huber (Jandl), Maria Pircher (Geiger).

Auf dem Foto fehlen einige Erstkommunionkinder 1941: Anna Aichner (Graber), Anton Pranter (Stocker), Andreas Pircher (Geiger), Josef Mayr (Staffiner), .................................

Pfarrer war damals Thomas Tembler, Kooperator Anton Kofler.

Das Foto (beim Stiegenaufgang der Volksschule) machte wahrscheinlich Franz Fuchs.

1941 durften die Kinder schon in der 1. Klasse, also mit sieben Jahren, die hl. Erstkommunion empfangen. Sie wurden noch im gleichen Jahr 1941 am 5. Juli in Sillian von Bischof Paulus Rusch gefirmt.

 

Ein Nachtrag zu den Texten der Volksschüler im Beitrag Nr. 5 von Mai 2017:

Im vergangenen Frühling haben einige Schüler der 2. Klasse Volksschule Strassen mehrere Wiesenblumen, die einen merkenswerten Mundart-Namen haben, gezeichnet. Sie sollen uns an dieser Stelle an die schönen Blumen erinnern.

 

Die Zeichnungen stammen von Julia Huber und Maria Huber.

 

Diese Zeichnungen machten Mattea Wurzer und Jasmina Valtiner.

 

Maria Huber beschäftigte sich mit dem Gugguhândscha und dem Schuischtanagile.

 

Miriam Bodner von der 3. Schulstufe, die wir schon von ihrem Mai-Beitrag kennen, hat zum Schusternagele auch eine sehr nette Geschichte geschrieben und danach den Frühlings-Enzian, so heißt die Blume in den Büchern, auch noch gezeichnet.

 

 

In eigener Sache:

Besonders den Volksschülern und ihren Lehrerinnen herzlichen Dank für ihr Mittun!

Wer zu Hause ein altes Erstkommunionfoto hat, soll sich bitte bei mir melden. Ebenso ist eure Mithilfe gefragt, wenn ein Kind auf einem Erstkommunionfoto nicht richtig benannt ist. Vielen Dank für jede Mitarbeit!                                 Karl Schett

 

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